Galerie Ludwig Lange

"Hand mit Ei"

Biskuitporzellan, 7/99, Höhe 16 cm
Signiert Schmettau

 
 

Joachim Schmettau

1937 in Bad Doberan geboren, lebt seit 1945 in Berlin

1956 - 60 Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin

1961 Meisterschüler bei Professor Schrieber

1966 1. Preis für Plastik ( „Das Bildnis“) der Karl Hofer Gesellschaft unter Mithilfe des Kulturkreises im Bundesverband der deutschen Industrie Gruppe Berlin

1967 Mitglied des deutschen Künstlerbundes

1969 Villa-Romana-Preis, Florenz

1970 - 71 Villa-Massimo-Preis, Rom

1971 Professur an der Hochschule der Künste, Berlin

1971 Medaglia dÓrto, Promiodel Florino , Florenz

1972 Gründungsmitglied der Gruppe Aspekt

1978 Premio Florino, Florenz

1980 Düsseldorfer Kunstpreis, Düsseldorf

Zahlreiche Ausstellungen und Kunst am Bauprojekte im In- und Ausland,
u.a. Brunnen am Breitscheidplatz Berlin ( Gedächtniskirche )

Heinrich von Kleist schreibt in seinem Essay „Über das Marionettentheater“ vom Schwerpunkt aller Bewegungen zum Beispiel eines Tänzers, der in der geschnitzten Figur beachtet werden muss. Die Linie, die dieser Schwerpunkt als Gerade, Krümmung oder Ellipse zieht, ist „etwas sehr Geheimnisvolles“, denn sie ist nichts anderes als „der Weg der Seele des Tänzers“. Und dieser Weg könne, um das Spiel glaubhaft zu machen, durch nichts anderes gefunden werden als dadurch, dass sich der Spieler in den Schwerpunkt der Marionette versetzt: er tanz selbst, er ist der Tanz.

Es ist kein nach stilistischen Maximen geschaffenes plastisches Oeuvre, das Joachim Schmettau um uns errichtet hat. Es ist ein gewachsenes künstlerisches Bekenntnis der jeweiligen psychischen Befindlichkeit, der Erkenntnissuche, des selbstkritischen Bewusstseins, der geistigen Wachheit. Er selbst, der zweifelnde und wagende Mensch ist der „Schwerpunkt“ aller seiner Plastiken.

Auszug aus dem Katalog der Staatlichen Kunsthalle Berlin vom 26. Sept. bis 25. Okt. 1987 von Professor Ulrich Gertz

 

   
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