Galerie Ludwig Lange
Wieland Förster Paar

„Paar“, 1970

Bronze, 5/5, 60 x 50 x 16 cm
signiert: Förster

 

Wieland Förster

geb.:12. Februar 1930 in Dresden

Wieland Förster wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Von 1944 an absolvierte er eine Lehre als technischer Zeichner und Rohrleger.
1946 wurde er wegen angeblichen Waffenbesitzes von der sowjetischen Besatzungsjustiz zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
1950 kam er durch eine Amnestie frei und arbeitet anschließend als technischer Zeichner. In diese Zeit fällt seine erste intensive Beschäftigung mit den Werken der Weltliteratur.
Von 1953 bis 1958 studierte er Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, von 1959 bis 1961 war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin bei Fritz Cremer.
Ab 1960 entstanden lithographische Arbeiten, ab 1962 Radierungen und erste Plastiken für den öffentlichen Raum.
In den folgenden Jahren unternahm Förster zahlreiche Reisen ins Ausland, von denen besonders ein Aufenthalt in Tunis im Jahre 1967 von großem Einfluss auf Försters Schaffen als bildender Künstler war.
In den Jahren 1968 bis 1972 verhängten staatliche Stellen der DDR aus ideologischen Gründen Ausstellungsverbote gegen Förster und behinderten die Arbeit des Künstlers.
1974 wurde er Dank der Unterstützung Konrad Wolfs Mitglied der
Ost-Berliner Deutschen Akademie der Künste und konnte seine erste große Werkausstellung in Potsdam veranstalten.
Von 1979 bis 1990 war Förster als Vizepräsident der Deutschen Akademie der Künste zuständig für die Ausbildung von Meisterschülern.
Nach der Wende trat er 1991 aus der Deutschen Akademie der Künste aus;
1996 war er Mitbegründer der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden.

Er lebt heute in Berlin und Wensickendorf. Wieland Förster hat seit den Siebzigerjahren eine Reihe von literarischen Werken veröffentlicht, die teilweise das eigene künstlerische Schaffen reflektieren.

Wieland Förster gehört seit 1991 dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland an. Er erhielt u.a. 1973 den Kunstpreis der DDR, 1974 den Käthe-Kollwitz-Preis, 1976 und 1983 einen Nationalpreis 2. Klasse der DDR, 1977 den Kleist-Kunstpreis der Stadt Frankfurt an der Oder, 1978 den Kunstpreis des FDGB sowie 2000 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

   
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